Logopädie bedeutet für uns: ankommen, wohlfühlen und gemeinsam Fortschritte erleben. Als medizinisch-therapeutisches Fachgebiet beschäftigt sie sich mit allen Bereichen der Sprache, des Sprechens, der Stimme, des Schluckens und der Kommunikation. Wir helfen Kindern und Erwachsenen dabei, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu stärken, Hürden abzubauen und sich wieder sicher auszudrücken. Mit Zeit, Verständnis und fachlicher Kompetenz begleiten wir Sie Schritt für Schritt – für eine angenehme, klare und selbstbewusste Kommunikation.
Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, bei der das Sprechen, Verstehen, Lesen oder Schreiben durch eine Schädigung des Gehirns beeinträchtigt ist. Sie tritt meist plötzlich auf, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, bei einem Hirntumor oder durch entzündliche Erkrankungen des Gehirns. Behandelt wird Aphasie in der Regel durch gezielte Sprachtherapie (Logopädie), mit dem Ziel, die Kommunikationsfähigkeit zu verbessern und den Betroffenen im Alltag bestmöglich zu unterstützen.
Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der das Gedächtnis, das Denkvermögen, die Orientierung und die Alltagskompetenz zunehmend beeinträchtigt werden. Sie tritt meist im höheren Lebensalter auf und wird häufig durch Erkrankungen wie Alzheimer oder Durchblutungsstörungen des Gehirns verursacht. Unser Ziel ist es durch kognitive Therapien und eine strukturierte, unterstützende Betreuung zu helfen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Dysarthrie ist eine Sprechstörung, bei der die Aussprache und Sprechweise durch eine beeinträchtigte Muskelsteuerung erschwert sind. Sie tritt häufig nach neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen auf. Durch gezielte logopädische Therapie und unterstützende Maßnahmen kann die Verständlichkeit verbessert und die Kommunikation im Alltag erleichtert werden.
Sprechapraxie ist eine Störung der Sprechplanung, bei der es schwerfällt, Laute und Wörter gezielt zu formen, obwohl die Muskeln selbst gut funktionieren. Sie entsteht oft nach neurologischen Ereignissen wie einem Schlaganfall. Durch gezielte logopädische Therapie können Betroffene Schritt für Schritt mehr Sicherheit im Sprechen gewinnen, sodass die Kommunikation im Alltag wieder leichter fällt.
Eine Laryngektomie ist die vollständige operative Entfernung des Kehlkopfes, meist aufgrund einer bösartigen Erkrankung wie Kehlkopfkrebs. Dabei werden auch die Stimmbänder mit entfernt, sodass keine natürliche Stimmproduktion mehr möglich ist.
Eine Dysphonie ist eine Stimmstörung, bei der die Stimme heiser, rau, brüchig, angestrengt oder weniger belastbar klingt. Sie entsteht durch Veränderungen, Überlastungen oder Funktionsstörungen der Stimmbänder oder anderer an der Stimmgebung beteiligter Strukturen. Je nach Ursache kann die Stimmqualität schwanken oder dauerhaft beeinträchtigt sein und sich auf die stimmliche Belastbarkeit und den Kommunikationsalltag auswirken.
Eine Dysphagie ist eine Schluckstörung, bei der das Schlucken von fester oder flüssiger Nahrung erschwert oder beeinträchtigt ist. Sie entsteht durch Störungen im Ablauf des Schluckvorgangs, die in Mund, Rachen oder Speiseröhre liegen können. Typische Anzeichen sind Husten, Räuspern, Verzögerungen beim Schlucken oder ein Gefühl von „Steckenbleiben“.
Eine Facialisparese ist eine Lähmung des Gesichtsnervs (Nervus facialis), der für die Steuerung der mimischen Muskulatur verantwortlich ist. Durch die Schädigung des Nervs kommt es zu einseitigen oder seltener beidseitigen Lähmungserscheinungen im Gesicht, die sich unter anderem durch einen herabgezogenen Mundwinkel, Schwierigkeiten beim Lidschluss oder eine verminderte Mimik zeigen können.
Eine Sprachentwicklungsstörung ist eine Auffälligkeit in der Entwicklung der Sprache, bei der Kinder Schwierigkeiten haben, altersgemäß Wörter zu verstehen, zu sprechen oder grammatische Strukturen zu bilden. Sie kann verschiedene Bereiche betreffen – zum Beispiel Wortschatz, Aussprache oder Satzbau – und zeigt sich darin, dass die sprachliche Entwicklung deutlich langsamer oder anders verläuft als bei gleichaltrigen Kindern.
Ein Late Talker ist ein Kind, das im Vergleich zu Gleichaltrigen später mit dem Sprechen beginnt oder deutlich weniger Wörter verwendet, obwohl keine anderen Entwicklungsauffälligkeiten vorliegen. Typischerweise sprechen Late Talker mit etwa zwei Jahren weniger als 50 Wörter und bilden noch keine einfachen Zweiwortsätze.
Eine Dyslalie ist eine Aussprachestörung, bei der einzelne Laute oder Lautverbindungen fehlerhaft gebildet, ausgelassen, ersetzt oder vertauscht werden. Sie betrifft häufig Laute wie s, sch, r oder k und tritt meist im Kindesalter während der Sprachentwicklung auf.
Eine myofunktionelle Störung (Myo) betrifft das muskuläre Gleichgewicht der am Sprechen und Schlucken beteiligten Muskulatur (Zunge, Lippen, Wangen, Mimik) und können sowohl die Bewegungs- als auch die Koordinationsabläufe im Mund-Gesicht-Bereich beeinträchtigen. Dementsprechend treten sie häufig in Kombination mit einer Störung des Lauterwerbs (Dyslalie) oder einer Schluckstörung (Dysphagie) auf.
Eine selektiver Mutismus ist eine Kommunikations- und Angststörung, bei der Kinder in bestimmten Situationen oder mit bestimmten Personen nicht sprechen, obwohl sie im sicheren Umfeld – meist zu Hause – normal sprechen können. Das Schweigen entsteht nicht aus Unwillen, sondern aus innerer Anspannung und Angst, wodurch das Sprechen in manchen sozialen Situationen blockiert wird.
Eine Rhinophonie ist eine Stimm- und Artikulationsstörung, bei der der Stimmklang oder die Lautbildung durch eine veränderte Nasenresonanz beeinträchtigt ist. Je nach Form klingt die Stimme entweder ungewöhnlich „näselnd“ (hyponasal) oder übermäßig nasal (hypernasal), was meist durch funktionelle oder anatomische Veränderungen im Nasen- und Rachenraum verursacht wird.
Eine kindliche Stimmstörung ist eine Beeinträchtigung der Stimme bei Kindern, bei der der Stimmklang heiser, rau, gedrückt oder weniger belastbar wirkt. Sie entsteht häufig durch funktionelle Ursachen wie Überlastung der Stimme, ungünstige Sprechtechniken oder häufiges Schreien, kann aber auch mit anatomischen oder organischen Veränderungen zusammenhängen.
Eine AVWS ist eine Beeinträchtigung der Art und Weise, wie das Gehirn gehörte Informationen verarbeitet, obwohl das Hörvermögen selbst in der Regel normal ist. Betroffene haben Schwierigkeiten, Geräusche oder Sprache eindeutig zu erkennen, zu unterscheiden oder sinnvoll einzuordnen, was sich unter anderem beim Verstehen von Sprache in Lärm, beim Nachsprechen oder beim Merken gehörter Informationen zeigen kann.
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